Fronleichnam 2026

Aus den Dörfern und aus Städten, von ganz nah und auch von fern, mal gespannt, mal eher skeptisch, manche zögernd, viele gern, folgten sie den Spuren Jesu, folgten sie dem, der sie rief, und sie wurden selbst zu Boten, dass der Ruf wie Feuer lief:
Eingeladen zum Fest des Glaubens
Die diesjährige Fronleichnamsprozession am Donnerstag, den 4. Juni 2026, wurde als zentrales Ereignis des gesamten Seelsorgebereichs (SB) Stadt Bedburg gefeiert.
Die Feierlichkeiten in der Pfarrgemeinde St. Lucia Rath begann mit einer Festmesse in der Pfarrkirche. Die Chöre (Kirchenchöre, Familienchöre …) des Seelsorgebereichs haben für diesen Tag fusioniert, um die Messe musikalisch mit zu gestalten.
Die anschließende Prozession war zugleich ein Bild des „wandernden Volkes Gottes“ mit Christus in der Monstranz und der Hostie (Leib Christi) in der Mitte. Symbol des gemeinsamen Unterwegsseins des Gottesvolkes auf seinem Lebensweg.
Ein ganz herzliches „Vergelts Gott“ allen, die dieses schöne Fronleichnamsfest arrangiert und gestaltet haben. Viele arbeiteten Hand in Hand, die Küsterinnen, die Lektoren und Vorbeter, die Chöre des Seelsorgebereiches, die Himmelträger, die Messdiener, die Altaraufbauer und -schmücker, die Musikbegleitung, die Technik, die Feuerwehr, die Malteser, das Team aus der Pastoralen Einheit und des Ortsausschusses, die Konzelebranten und die vielen anderen, die hier nicht alle aufgeführt wurden.
Der Tradition folgend gab es nach der Prozession ein gemütliches Beisammensein rund um den Kirchturm.
Thomas von Aquin hat 1263/64 dazu den eindrucksvollen eucharistischen Hymnus ‚Pane, lingua, glorioso‘ verfasst, der sich im Gotteslob unter Nr. 494 findet. Meist wird er in der deutschen Übersetzung gesungen (GL Nr. 493):
Zunge, künde das Geheimnis: Christi Leib in Herrlichkeit,
Unser König hat vergossen Blut, das alle Welt befreit.
Er, die Frucht des edlen Schoßes herrschet bis in Ewigkeit.
Uns gegeben, uns geboren, ward er einer Jungfrau Kind,
streute aus die Saat des Wortes denen, die auf Erden sind,
bis am Ende seines Wirkens Staunenswertes er beginnt:
In der Nacht beim letzten Mahle saß er in der Brüder Schar.
Als nach Weisung des Gesetzes nun das Mahl zu essen war,
gibt der Herr mit eig'nen Händen sich den Zwölf zur Speise dar.
Wort ist wahres Fleisch geworden: Brot kann wahres Fleisch nun sein.
In der Kraft desselben Wortes wird zu Christi Blut der Wein.
Ist's den Sinnen auch verborgen, stärkt uns doch der Glaub' allein.
Lasst uns also dieses Zeichen hingestreckt nun beten an.
Altes Vorbild möge weichen, da der neue Brauch begann.
Was die Sinne nicht begreifen, nehme doch der Glaube an.
Gott dem Vater und dem Sohne sei der Lobgesang geweiht,
Freudenruf und Jubellieder, Ruhm und Segen allezeit,
und zugleich dem Heil'gen Geiste Ehre, Preis und Herrlichkeit!
Auf ein Neues am Donnerstag, 27. Mai 2027