An dieser Stelle stellen wir Bücher vor, die uns gefallen haben.
Gerne können auch Sie als LeserIn Ihre LieblingsBücher bei uns vorstellen, schreiben Sie uns oder sprechen Sie uns an!

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„Die magische Bibliothek der Buks – Das verrückte Orakel“ von Nina George
Die Handlung spielt in einem Land, in dem die Fantasie abgeschafft ist, denn laut der Regierung ist sie die Ursache aller Ängste und Probleme. Besonders Bücher sind gefährlich und gehören verboten. Dafür gibt es als Ersatz ganz viele elektronische Medien, die problemlos von den Ministerien kontrolliert werden können. Bücher kennen nur noch die Großeltern, wenn überhaupt. Die Menschen haben keine Träume mehr, zumindest sollte das in der Theorie so sein. Eine Gruppe von vier Schulkindern, also die Zwillinge Nola und Finn, sowie ihre Freunde Mira und Thommy sehen das anders, denn sie träumen nachts, dürfen das aber niemandem verraten. Sie sind eine eingeschworene Gemeinschaft auf der Suche nach Abenteuern. Durch Zufall geraten sie in einen verwilderten Garten mit einer geheimnisvollen alten Villa. Dort in der Villa leben die Buks, kleine Lebewesen, deren Lebensaufgabe es ist, auf die Bücher aufzupassen, die dort gesammelt und vor den Menschen in Sicherheit gebracht worden sind. Natürlich kennen sie alle Geschichten auswendig und wissen sogar, welche Bücher zu wem passen könnten. Seit geraumer Zeit aber haben die Buks ein Problem mit ihren Büchern. Nach und nach verblassen bei einigen Exemplaren die Buchstaben, manche Bücher sind schon komplett ausgebleicht. Laut ihrem verrückten Orakel, soll eine Gruppe von 5 Menschenkindern die Rettung bringen. Deswegen sind die Buks höchst erfreut als vier Kinder den Weg in ihre Villa finden. Doch warum nur vier Kinder, es waren doch 5 vorausgesagt. Aber es ist halt ein verrücktes Orakel. Nach und nach werden die Kinder mit den ihnen unbekannten Büchern, den Buks und der Fantasie bekannt gemacht. Sie lesen das erste Mal in ihrem Leben Bücher und sind von den Geschichten fasziniert. Doch warum gibt es die Buchkrankheit und warum sollen ausgerechnet die Kinder die Lösung dieses Problems sein. Und wer ist das fünfte vorausgesagte Kind.
Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an alle Bücher und die Kraft der Fantasie. Diese Geschichte ist für Jung und Alt gleichermaßen geeignet. Sie zeigt, dass man mit Mut, Freundschaft und Abenteuergeist Dinge entdecken kann, die vorher verborgen waren. G.T.

„Pi mal Daumen“ von Alina Bronsky
Oscar und Moni sind zwei Mathematikstudenten, die unterschiedlicher nicht
sein könnten.
Oscar ist 16 Jahre, hochbegabt und hat einen Adelstitel. Er ist das erste Mal
alleine in einer fremden Stadt und noch nicht mal in der Lage mit der U-Bahn zu
fahren. Ein Glück, dass seine reichen Eltern ihm ein Haus mit Haushälterin in
der Nähe der Uni gemietet haben. Auch sonst ist er für die normalen Dinge des
Lebens meistens ungeeignet.
Moni Kosinsky ist über 50 Jahre, Großmutter mit einer chaotischen Familie und
wird von den meisten Studenten für die Putzfrau der Uni gehalten. Ohne ihre
Familie zu informieren, hat sie sich heimlich für ein Mathematikstudium
eingeschrieben. Sie trägt gerne auffallende Kleidung und ist fast immer mit
einer prallvollen IKEA- Tasche unterwegs, manchmal auch mit einem ihrer drei
Enkel. Außerdem hat sie drei Nebenjobs.
Natürlich kommt Moni gleich am ersten Tag zu spät zur Vorlesung und quetscht
sich neben Oscar in die Reihe. Alle Versuche Oscars, Monis Kontaktversuche
abblitzen zu lassen, laufen ins Leere. Sie ist einfach wie eine Naturgewalt, die
sich in sein Universitätsleben drängt.
Bald merken die beiden Außenseiter, dass sie einander brauchen und nur
gemeinsam weiterkommen können.
Dies ist ein Roman über eine ungewöhnliche Freundschaft, geschrieben aus der
Perspektive von Oscar. Der Roman lebt von den schlagfertigen, witzigen und
manchmal auch tragikomischen Dialogen der beiden Protagonisten. Er schildert
das Hochschulleben mit Seitenhieben auf die anderen Studenten und
Professoren. Er ist zwar leicht zu lesen, aber nicht immer leicht zu verstehen,
denn wer kennt schon mehr als drei Dimensionen oder sechs vierdimensional
hochsymmetrische Polytrope. Auf jeden Fall fiebert man am Ende Monis
Abschluss entgegen.
G. Tuschy